Politik
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Polen und Tschechien klauen nach Italien transportierte Beatmungsgeräte
25.03.2020

In vielen politischen Fragen gehen die Meinungen in der EU auseinander. Aufnahme von Flüchtlingen, wirtschaftliche Situation können und müssen diskutiert werden. Was aber nicht zur Diskussion stehen sollte, ist die Solidarität angesichts der Corona-Pandemie, denn die betrifft nun alle Länder, ob man es will oder nicht. 

 

So wird es leider nicht in jedem europäischen Land gesehen. Der neuste Vorfall in Tschechien und Polen macht fassungslos. In den beiden Ländern wurden der italienischen Zeitung "La Repubblica" zufolge die Transporte mit den Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken, die aus China nach schwer von dem Coronavirus betroffenen Italien geliefert werden sollten, beschlagnahmt und den eigenen Krankenhäuser zur Verfügung gestellt.

 

Die tschechischen Beamten stoppten einen Transport mit  680.000 Atemschutzmasken und Tausende Beatmungsgeräten. In Polen wurden  23.000 Masken vom Zoll einbehalten, die für die Region Latium bestimmt waren. Und das geschah trotz einer klaren Transportgekennzeichnung als humanitäre Hilfe. Die tschechischen Medien fanden dem Geschehen genauso unverschämte Erklärung, wie der Vorfall selbst: Das Material sei in Tschechien gestohlen und deshalb konfisziert worden.

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