Politik
Privater Autobesitz? Ab 2030 nur noch Utopie!
11.06.2019

Die klimapolitische Fraktionssprecherin der Grünen, Lisa Badum meint, dass es sinnvoll wäre Panik zu verbreiten, um den sogenannten Klimaschutz besser vorantreiben zu können. “Man muss den Leuten sagen, dass apokalyptische Zustände auf sie zukommen”, behauptete Badum in einem Gespräch mit Lukas Köhler (FDP).

Eine regelrechte Klimahysterie überzieht die Bundesrepublik. Die Grünen-Politikerin Lisa Badum warnt vor “apokalyptischen Zuständen” wie in Subsahara-Afrika, auf den Pazifikinseln und in Südostasien. “Auch Europa wird keine Insel der Seligen bleiben”, meint die Grünen-Sprecherin.

Søren Hermansen: Dänischer Vordenker für den Klimaschutz

So fordert sie in den nächsten 10 Jahren Verbrennungsmotoren abschaffen um das Klima, sowie natürlich ebenso die gesamte Menschheit zu retten: “Ein neues Auto fährt 10 oder 15 Jahre, da muss man einfach sagen, ab diesem oder jenem Punkt gibt es keine Verbrenner mehr. Anders geht es nicht. Selbst 2030 ist schon total moderat.” Der “Verkehrsexperte” Heiner Monheim geht sogar noch weiter. Er will den privaten Autobesitz massiv einschränken: “Wir brauchen Mut zu einer Entmotorisierungspolitik. Zwei Drittel aller Autos müssen verschwinden und zwar nicht nur von den Straßen, sondern auch von den Parkplätzen.”

Doch auch hier setzt die Grünen-Politikerin Lisa Badum noch einen oben drauf. Sie will auch Kohle und Ölheizungen verbieten: “Natürlich brauchen wir ein Aus des Verbrenners 2030, sowie den Kohleausstieg bis spätestens 2030 oder ein Verbot von Ölheizungen.” Dies soll durch eine umfassende CO2-Steuer erzwungen werden.

Der politische Klimawandel

Carsharing gewinnt an Bedeutung, sind sich Teilnehmer einer Podiumsdiskussion einig.

Der österreichische Automobil-Experte Gerhard Greiner vom steirischen Testzentrum für automatisiertes Fahren (Alp.Lab) schloss sich der Grünen Politikerin an , und machte jetzt auf einem Forum des Finanz Marketing Verbandes Österreich zum Thema „Autonomes Fahren – eine Disruption der Finanzbranche?“ eine gewichtige Ankündigung.

„Privaten Autobesitz wird es 2030 nicht mehr geben“, sagte Greiner im Rahmen des Forums. Als Gründe nannte der Experte die Umweltbelastung sowie den Mangel an Stellplätzen. Der dann verfügbare Platz würde für Roller, Scooter und Fahrräder genutzt werden. „In den großen Megacitys funktioniert es sonst einfach nicht.“
Auch wenn er an ein baldiges großflächiges autonomes Fahren nicht glaubt („das werde ich nicht mehr erleben“), werde der Autobestand in Österreich von sieben auf zwei Millionen sinken, prognostizierte Greiner. 

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„Das will kein Hersteller hören“, sagte Gert Schneller, Berater im Bereich Automotive Banking bei IBM Europe. „Der Diesel muss wegen der hohen Investitionskosten gerettet werden, auch wenn es umweltpolitisch keinen Sinn macht.“ Früher oder später werde es in Städten ein Dieselfahrverbot geben. „Die Jungen wollen Flexibilität haben, die wollen kein Auto besitzen.“