Politik
Geheimer Mitschnitt beweist: Putin finanzierte Trumps Wahlkampf?
18.05.2017

Wurde FBI-Chef James Comey nur entlassen, um Trumps Russland-Verbindungen zu vertuschen? Ein nun aufgetauchter Gesprächsmitschnitt scheint zu bestätigen, was Kritiker vermutet haben.
 
Derzeit läuft es nicht gut für Donald Trump. Das Schassen von FBI-Boss Comey ist noch lange nicht ausgestanden und könnte sogar die Präsidentschaft vorzeitig beenden. Selbst Republikaner beteiligen sich an der gegenwärtigen Diskussion um ein mögliches Amtsenthebungsverfahren. Das vor einem Jahr aufgezeichnete Gespräch könnte dazu beitragen, die Ära Trump vorzeitig zu beenden. Bei einem Treffen mit Parteifreunden hatte der Fraktionschef der Republikaner im US-Abgeordnetenhaus, Kevin McCarthy, vermutet, dass Trumps Wahlkampf auch aus Russland finanziert wird. „Ich glaube, es gibt zwei Leute, die Putin bezahlt – Rohrbacher und Trump“, sagte McCarthy am 15. Juni 2016. Dana Rohrbacher ist ebenfalls ein republikanischer Politiker, der durch wiederholt durch positive Äußerungen über Putin und Russland aufgefallen war. Wie die „Washington Post“ berichtet, hätten die anderen Anwesenden über McCarthys Bemerkung gelacht, woraufhin dieser noch mal bekräftigt habe:
 
„Ich schwöre bei Gott.“ Allerdings habe auch der ebenfalls anwesende republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, daraufhin gesagt: „Das bleibt unter uns, okay? So zeigen wir, dass wir eine echte Familie sind. ... Was in der Familie gesagt wird, bleibt in der Familie.“ Wenn sich diese Aussagen als echt herausstellen sollten, hätten die Republikaner ein elementares Problem. Denn dann hätte die Partei von der Putin-Unterstützung während des gesamten Wahlkampfes gewusst und es gebilligt. Mittlerweile befasst sich Sonderermittler Robert Mueller, ehemaliger FBI-Direktor, mit Trumps Russland-Verbindungen. Auf die betreffende Unterhaltung angesprochen, erklärte McCarthy:
 
„Das war ein schlechter Scherz. Es gibt einen Grund, warum ich kein Komiker geworden bin. Keiner glaubt, dass das wirklich stimmt.“

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