Politik
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Putsch gegen Trump: Demokraten missachten liberale Werte
02.10.2019

Seit dem Auftauchen von Donald Trump als Person des politischen Lebens haben die Demokraten, übrigens nicht nur in den USA, nur ein Ziel: Trump um jeden Fall zu stoppen. Trump hat es bislang geschafft, alle Attacken erfolgreich abzuwehren. Dutzende Frauen, die Trump angeblich sexuell belästigt habe, gingen mit leeren Händen aus. Sonderermittler Robert Mueller, der Trumps Mitschuld an der Russland-Affäre um die Wahlmanipulationen zu beweisen versuchte, scheiterte an seinem langjährigen Unterfangen grotesk. Die Demokraten geben Ihr begehrtes Ziel nicht auf. Doch ihre Taktik wird immer gefährlicher - und zwar gefährlicher für das Ideal, was sie eigentlich verteidigen sollen, nämlich für die Demokratie selbst.
 
Das von den US-Demokraten gegen Trump eingeleitetes Amtsenthebungsverfahren bezeichnet der US-Präsident schlicht und einfach als Staatsstreich. "Mit jedem Tag, den ich mehr erfahre, komme ich zu dem Schluss, dass das, was gerade passiert, kein Amtsenthebungsverfahren ist, sondern ein PUTSCH", schrieb der US-Präsident auf Twitter und setzte das Schlüsselwort „Putsch“ in Großbuchstaben. Die US-Bürger kommen mit jedem Tag auch zu demselben Schluss, denn die „Bessenseheit“, mit der Trumps Gegner agieren, übersteigt das Maß.
 
Trump wird vorgeworfen, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter Druck gesetzt zu haben, um Ermittlungen gegen den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden zu erwirken. Dabei werden völlig zwei Tatsachen ignoriert. Erstens stellt der politische Druck auf andere Länder eine Besonderheit der US-Außenpolitik dar. Diejenigen Staaten, die diesem Druck widersetzen, werden entweder mit Sanktionen bestraft (Iran, Kuba, Russland), oder militärisch angegriffen (Irak, Libyen). Zweitens ist der Korruptionsverdacht gegen Joe Biden und seinen Sohn nicht aus der Luft gegriffen. Der ganze Wirbel um Trumps Amtsenthebung scheint ein ungeschickter Versuch zu sein, die Korruptionsaffäre zu vertuschen.      
 

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