Politik
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Restaurants verweigern AfD-Führung den Eintritt
08.05.2019

Die AfD-Führung muss an Hunger leiden. Zum wiederholten Mal haben sie von einem Restaurant beim Reservieren eine Abfuhr bekommen. Eigentlich hätten die AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen mit Co-Fraktionschefin Alice Weidel, dem Fraktionsmanager Bernd Baumann und dem Pressesprecher Christian Lüth gerne bei dem Berliner Edel-Italiener „Bocca di Bacco“ zum Abend gegessen. Das Restaurant fand die Idee aber nicht so gut.
 
„Politiker und deren Angestellte, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politische Einstellung oder Hautfarbe diskriminieren und diskreditieren möchten wir nicht bedienen“, antwortete das Restaurant dem Sekretariat der Rechtspopulisten in einem E-Mail. Das Problem mit den Restaurants Besuchen gab es bereits früher. Ähnlich erging es der AfD-Fraktionschefin im bayerischen Landtag Katrin Ebner-Steiner, die in das Münchener „Goldenen Bar“ im Haus der Kunst nicht reinkommen durfte. Mit Verweis auf das multikulturelle Personal bat sie die Betreiberin zu gehen. Das Hausrecht und die Vertragsfreiheit machen es juristisch unbedenklich.
 
Die hungrigen AfD-Politiker sind not amused. Die AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch wütete auf Twitter:“Die politische Korrektheit ist doof wie Dosenbrot. Wahrscheinlich noch viel viel doofer.“ Die SPD unterstützte dagegen die Aktion von „Bocca di Bacco“. „Sehr cool und deutliches Statement gegen Hass und Diskriminierung vom Berliner Restaurant „Bocca di Bacco“. Soll’n die Typen der AfD doch zu Hause essen“, twitterte der Berliner SPD- Abgeordnete Sven Kohlmeier.

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