Politik
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Scholz glaubt an seinem Ansehen bei der Bevölkerung
20.08.2019

Im Rennen um den SPD-Vorsitz gibt es einen neuen, diesmal prominenten Kandidaten. Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt sich doch zur Wahl und sucht deshalb eine politische Partnerin. Dabei wollte er aus Zeitmangel erstmals gar nicht kandidieren. Gegenüber „Bild am Sonntag“ sagte Scholz zu den Gründen für sein Umentscheiden: "Es tut der SPD nicht gut, wenn es so rüberkommt, als ob sich keiner traut. Das stimmt ja nicht. Auch nicht für mich." Als Pluspunkt für seine Partei sieht der Bundesfinanzminister sein Ansehen bei der Bevölkerung. "Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr Sozialdemokrat. Ich spüre das tief in meinem Magen, was da gegenwärtig an Umfragewerten zu verzeichnen ist und möchte alles dazu beitragen, dass sich das ändert", sagte er bei der Bürgerpressekonferenz in Berlin.

 

Am Wochenende traten auch weitere Bewerber für den Posten auf. In Leipzig äußerte sich das Oberbürgermeister-Duo Simone Lange und Alexander Ahrens gegen eine weitere SPD-Teilnahme an der Großen Koalition. "Die Koalition mit der CDU 2017 war nicht notwendig", meinte Ahrens und eine weitere große Koalition werde es nicht geben. Ebenfalls zum ersten Mal absolvierten das niedersächsisch-sächsische Duo Pistorius und Köpping einen gemeinsamen Auftritt. Für die ist Verbleib in der Koalition weniger wichtig: "Wir müssen gucken, was mit der CDU noch möglich ist", so Pistorius. Seine Mitstreiterin Petra Köpping wolle eine starke Stimme aus dem Osten sein.

 

Olaf Scholz sieht dagegen keinen Anlass dafür, die Groko zu verlassen. "Man verlässt eine Regierung nicht einfach so ohne Grund." Aber eine dritte Folge davon ist auch für ihn undenkbar. Am Wochenende meldeten sich auch diejenige, die um den SPD-Vorsitz nicht kandidieren möchten. Die Familienministerin Franziska Giffey und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind nicht bereit, ins Rennen um den Posten zu gehen.

 

 

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