Politik
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Schwarzer Rosenmontag: DAS wird demnächst beim Karneval verboten?
13.02.2018

Fünf Verletzte, Hunderte geschockte Zuschauer und verstörte Pferde – der Kölner Karnevalszug am Rosenmontag lief unerwartet schief. Glück im Unglück: Es hätte zu einer Tragödie kommen können, wenn die Pferde in die Zuschauermenge gelaufen wären. Nun haben die Behörden die Frage zu beantworten, ob Pferde in Karnevalszüge gehören.
 
NRW-Innenminister Herbert Reul hat sich zu Wort gemeldet: „Ein Zug ohne Pferde ist Mist“, behauptete er mit tödlicher Sicherheit. Tierschützer fordern jedoch ein Pferdeverbot. „Es ist teilweise so eng und so laut, dass das für die Tiere purer Stress ist", sagte Claus Kronaus vom Netzwerk für Tiere Köln. Pferde sind Fluchttiere. Das heißt, Menschenmassen, laute Musik und Knallerei sind diejenigen Faktoren, die die Pferde in die Flucht treiben. Man kann durch das Training diese natürlichen Instinkte  zwar eindämmen, das kann man aber nur durch die psychologische Gewalt erzielen. Wenn überhaupt.
 
Der Unfall am Rosenmontag in Köln war übrigens keine Ausnahme. Im vergangenen Jahr kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Bonn. Schuld sind immer die Menschen. Betrunkene bewerfen Pferde mit Flaschen, sodass die Tiere in Panik geraten.  

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