Politik
Seehofer schleimt sich bei Merkel ein
14.05.2019

Der Frühling zeigt seine Wirkung. Auch Horst Seehofer (CSU) ist davon betroffen, sonst kann man seine plötzlichen Gefühlsausbrüche gegenüber Angela Merkel (CDU) nicht erklären. Nach jahrelanger Rivalität wurde die Bundeskanzlerin von dem Bundesinnenminister zur „einzigartig kompetenten Politikerin“ gekürt.

 

Auch der berühmte Slogan „Wir schaffen das!“ stößt auf einmal auf sein Verständnis. Für Seehofer kling es genauso, wie die motivierenden Wörter des Fußballtrainers Jürgen Klopp vor dem vor kurzem gewonnenen Champions-League-Spiel von Liverpool gegen Barcelona: „Das ist eigentlich unmöglich, aber weil Ihr das seid, packt Ihr das“. Der Bundesinnenminister sagte, dass „auch Angela Merkel damit Motivation auslösen wollte. Und bei vielen hat sie das erreicht“, bei ihm auf jeden Fall.

 

Für einen Wechsel im Kanzleramt von Merkel zu Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) oder gar einen Bruch der schwarz-roten Koalition sieht Horst Seehofer keine Anzeichen. Warum auch, denn „wie sollten in der Union stolz sein, dass so eine herausragende Persönlichkeit aus unseren Reihen kommt. (...) Sie ist in dieser Regierung die Beste“, schleimt Seehofer. Auch die Koalition macht eine gute Arbeit und würde uns auch nach der EU-Wahl erhalten bleiben. Nach der Wahl werde „gar nichts passieren“, meint CSU-Politiker. Laut Seehofer sei die im Koalitionsvertrag vereinbarte Überprüfung zur Halbzeit auch nicht dazu da, um aufzuhören, sondern um die neuen Vorhaben zu vereinbaren. Da hat einer offensichtlich zu viel Sonne abbekommen.

 

 

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