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Skandal: Samsung kooperiert mit chinesischer Spionage-Firma?
09.01.2020

Huawei und andere in China hergestellte Smartphone-Marken stehen im Verdacht, die Nutzer zu überwachen. Es scheint aber, dass China auch andere Smartphone-Marken nutzt, um die Spionage zu betreiben. So wurde in den Einstellungen des südkoreanischen Smartphones Samsung einen Hinweis auf die Kooperation mit der chinesischen Firma „Qihoo 360“ entdeckt. Die Firma ist in mehrere Spionage-Skandale verwickelt. Samsung gerät in Erklärungsnot. Der Konzern rechtfertigt die eingegangene Kooperation damit, dass er lediglich die Datenbanken der chinesischen Firma verwende. Sehr glaubhaft klingt die Aussage nicht.

Die potenzielle Datenübertragung an die chinesische Firma kann durch die Server von „Qihoo 360“  erfolgen. Die Sicherheitsexperten raten die App NextDNS herunterzuladen und in der App die Domains ".360.cn" und ".360safe.com" zu blockieren. Damit wird sichergestellt, dass Samsung-Smartphones nicht ausspioniert werden können. Mindestens von der Firma „Qihoo 360“.

Im letzten Jahr war Huawei von der US-Regierung auf eine schwarze Liste wegen Spionage-Verdacht gesetzt worden. Die Sanktionen führten dazu, dass die Nutzer von den neuen Huawei-Handys keine Google-Unterstützung und somit keine Android-Updates bekommen können. Das ließ der chinesische Konzern nicht auf sich sitzen. Bis jetzt wurden alle Huawei-Handys mit dem Betriebssystem Android ausgestattet. Der ranghohe Huawei-Manager Andrew Williamson präsentierte ein neu entwickeltes Betriebssystem namens Hongmeng vor. Auch Patentrechte sind in vielen Ländern bereits angemeldet worden. Für die zukünftigen Kunden meint Huawei, eine Lösung gefunden zu haben. Es scheint, dass auch die Lösungen für weitere ungehinderte Spionage schnell gefunden wurden.

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