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Skandal: Uni fälscht Prüfungen, um Frauen vom Studium auszuschließen
09.08.2018

Eigentlich gilt Japan als höchstmodernisierter und demokratischer Staat. Es gibt allerdings Fälle, wo das asiatische Land noch ganz patriarchalisch wirkt. Zum Beispiel in der Frage Geschlechtsgleichheit. Nach dem Motto „Frauen sollten draußen bleiben“ hat die Tokyo Medical University jahrelang die Aufnahmeprüfungen gefälscht, um Frauen am Studium zu hindern.
 
Die Universität hat bereits die überraschenden Ergebnisse der internen Untersuchungskommission bestätigt und sich dafür entschuldigt. Die Manipulationen hätten niemals stattfinden dürfen,  und die Uni werde dafür sorgen, dass sie sich künftig nicht wiederholen – die Entschuldigung klingt recht kindisch. Das Ausmaß der Manipulationen war hingegen ungeheuer. Männliche Bewerber haben mindestens 20 Punkte extra bekommen, nur weil sie eben Männer waren.
 
Der Grund für diese eklatante Benachteiligung der Frauen bestand darin, dass die Frauen häufig ihre Arztkarriere wegen Schwangerschaft abgebrochen haben. Kenji Nakai, Leiter der Untersuchungskommission, nannte diese Manipulationen als "schlimmsten Sexismus."
 

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