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SO gelangen sensible Daten der Polizei an die USA
06.03.2019

Seit 23 Mai 2018 gelten in Deutschland die strengen Datenschutzrichtlinien (DSGVO). Sie dienen dazu, die sensiblen persönlichen Daten von Menschen besser zu schützen. Es gelten tausende Vorschriften für die Datenspeicherung und jeder Verstoß wird mit der hohen Geldsumme bestraft. Besonders streng geht man mit den ausländischen Unternehmen wie Facebook um. Nun stellte sich heraus, dass ausgerechnet die Polizei unsere persönlichen Daten in Gefahr bringt.
 
Die Bundespolizei speichert nämlich ihre Einsatzaufnahmen von Bodycams auf den Servern von amerikanischem Amazon, weil es in Deutschland noch keine vom Bundesamt für Sicherheit zertifizierte Cloudlösung dazu gibt, sagte das Bindespolizeipräsidium. Der FDP-Abgeordnete Benjamin Strasser bemängelte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP „das potenzielle Sicherheitsrisiko“, weil bei der Speicherung der Daten auf Amazon unklar ist, ob die US-Sicherheitsbehörden den Zugriff darauf haben können.
 
Eines ist über das Amazon aber schon längst bekannt. Laut dem stellvertretenden Grünen-Fraktionsvorsitzenden Konstantin von Notz steht das Unternehmen wegen des Verkaufs von Gesichtserkennungs-Software für Bodycams an US-Polizeibehörden in der Kritik. „Dass ausgerechnet dieses Unternehmen jetzt die Bodycam-Aufnahmen für die Bundespolizei verwalten soll, hinterlässt mehr als ein ungutes Gefühl“, so der Politiker.

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