Politik
So werden Corona-Kritiker mundtot gemacht
20.04.2020

Es scheint, dass die Regierungen ein allgemein gültiges Mittel im Kampf gegen Corona-Kritiker gefunden haben. Wer die Pandemie und Regierungsmaßnahmen in der Bekämpfung der Infektion kritisiert, wird in der Psychiatrie eingesperrt. In Deutschland musste die Heidelberger Fachanwältin für Medizinrecht Beate Bahner einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen werden, weil sie die Corona-Maßnahmen der Bunderegierung für verfassungswidrig hielt. In der Schweiz gibt es jetzt einen ähnlichen Fall. Ein 58-jähriger Arzt trat vehement gegen die Maßnahmen seines Landes auf mit dem Argument, es gebe keinen Coronavirus. Nun muss er seine Position in der psychiatrischen Klinik verteidigen.
 
„Vor meiner Praxis steht ein Einsatzkommando der Kapo Aargau, ich werde abgeholt, Hilfe!“, postete der Arzt einen Tweet, bevor er festgenommen wurde. Die Begründung der Polizei lautete, der Mann habe verwirrende Aussagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemacht. Was hat er denn so verwirrendes geschrieben? „Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass die Armee, seit dem zweiten Weltkrieg zum ersten Mal, mobilisiert wird zur Bekämpfung eines Corona-Erkältungsvirus, welches es (als solches) highly likely gar nicht gibt?“, fragte sich zum Beispiel der Mann. Ist die Frage wirklich so verwirrend?
 
Man kann auch fragen, ob die Aussagen der deutschen Anwältin so verwirrend waren, dass sie in die psychiatrische Klinik eingebracht wurde. „Ich bin wirklich entsetzt und will mir nicht vorwerfen müssen, als Rechtsanwältin nicht gehandelt und den Rechtsstaat nicht mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt zu haben! Denn die Folgen des Shutdown für die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Demokratie und insbesondere für die Gesundheit der Menschen werden verheerend sein!“, schrieb sie kurz vor ihrer Festnahme.
 

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