Politik
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SPD sucht ihren Chef: Das sind die Kandidaten
07.08.2019

Die SPD sucht einen neuen Chef oder lieber gleich zwei. Bis September bleibt es den Willigen nicht mehr viel Zeit, um sich um diese heikle Position zu bewerben. Dabei reicht alleine die Bereitschaft, der SPD aus der Misere zu helfen, nicht aus. Entweder die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, oder einem Bezirk bzw. einem Landesverband muss vorhanden sein. Momentan gibt es drei Zweigespanne und zwei Einzelkandidaten, die sich der Herausforderung stellen.

 

Das Bewerber-Paar, der Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige Familienministerin in Nordrhein-Westfalen Christina Kampmann, meldeten sich als ersten zu Stelle. Im Kampf um die Position schlug Kampmann eine 25-Stunden-Woche bei gleichbleibendem Lohn und 30-tägigem Urlaub vor: Die jungen Menschen sehnen sich nach mehr Zeit für die Familie oder eine ehrenamtliche Tätigkeit, meinte Politikerin. Als Duo bewerben sich sowohl der langjährige Gesundheitsexperte und wohl der bekannteste Kandidat Karl Lauterbach zusammen mit der Umweltexpertin Nina Scheer, als auch Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens mit seiner Amtskollegin aus Flensburg Simone Lange, die in diesem Fall ein „Wiederholungstäter“ ist.

 

Zu den mutigen Einzelkandidaten gehören der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans Wallow aus Bonn, der sich noch eine breite Unterstützung sorgen muss, um die Hürde für die Nominierung zu nehmen. Zur Not wäre er als Kandidat bereit, auch auf die Rechtsordnung der Partei zurück zu greifen. Und last but not liest gibt es einen frischgebackenen Kandidaten, nämlich den Vizepräsidenten des SPD-Wirtschaftsforums Robert Maier, der bei der SPD-Führung ganz andere Prioritäten setzen würde. "Ich möchte deutlich andere Schwerpunkte setzen als die aktuelle Parteiführung, sowohl beim Thema Sicherheit und Migration als auch bei wirtschaftlichen Themen.(...) Es fehlt eine mutige und offene Diskussion der Missstände in diesem Land", erklärte Maier.

 

 

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