Politik
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Bürger klagt gegen Moschee – Stadt klagt gegen diesen Bürger
13.03.2018

Wenn eine Moschee Muslime per Lautsprecher zum Gebet ruft, wird es laut. Darf man es eigentlich auch in Deutschland tun? Wie NTV berichtet, sieht ein Bürger im Ruhrgebiet seinen eigenen Glauben dadurch herabgesetzt. Er klagt und die Richter geben ihm in erster Instanz Recht. Der Kläger habe schließlich keine Möglichkeit gehabt, sich den Moschee-Gebeten zu entziehen, so hieß es in der Erklärung.
 
Die Stadt Oer-Erkenschwick aber will ihre 2014 erteilte Genehmigung vor Gericht durchsetzen und beruft sich auf einige inhaltliche Fehler. Zum Beispiel es sei fraglich, ob der Kläger die Rufe überhaupt wahrnimmt, denn er wohnt in 900 Metern Entfernung.
 
Auch im nordrhein-westfälischen Düren seien die Rufe einer örtlichen Moschee seit fast 20 Jahren täglich zu hören. Allerdings werden dort nur drei statt fünf Rufe ausgestrahlt. Früh morgens und spät abends werden die Bürger nicht gestört.
 
Auch bei der Moscheegemeinde in Oer-Erkenschwick war es der Fall. 

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