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Streik in deutschen Flughäfen: Einigung ist nicht in Sicht
07.01.2019

Dutzende Flüge fallen in Berlin aus. Der Grund dafür ist der Streik des Sicherheitspersonals in Tegel und Schönefeld. Die Gewerkschaft Ver.di fordert für die Beschäftigten der Flugsicherheitsbranche einen Stundelohn von 20 Euro. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) weigerte sich, auf diese Forderung einzugehen.
 
An beiden Berliner Flughäfen haben etwa 400 Sicherheitsleute die Arbeit niedergelegt. Nichtsdestotrotz sieht ein Sprecher der Berliner Flughäfen die Lage als „relativ entspannt“. Betroffene Passagiere seien im Vorfeld gut informiert worden, so der Sprecher. Dass die Passagiere ihre Termine und Pläne trotz „zeitnaher“ Information streichen mussten, wurde nicht erwähnt.
 
"Ver.di will scheinbar keinen Tarifvertrag verhandeln, sondern lieber streiken", kommentierte Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission, die aktuelle Situation. Wenn die Forderung von Ver.di durchgesetzt werde, würde dies Gehaltserhöhungen von bis zu 55 Prozent bedeuten, so Friebertshäuser.

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