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Terror-Razzien gegen tschetschenische Islamisten: Anschlag in Berlin verhindert
14.01.2020

Fast 200 LKA-Einsatzkräfte aus vier Bundesländern haben am vergangenen Dienstag Razzien gegen tschetschenische Islamisten durchgeführt. Der Verdacht der Polizei – die Migranten sollen einen Terroranschlag auf eine Berliner Synagoge vorbereitet haben. Auch mehrere Einkaufszentren waren im Visier der Islamisten. Durch zahlreiche Bild- und Videomaterialien haben die Islamisten „Örtlichkeiten für einen etwaigen späteren islamistisch motivierten Anschlag ausgespäht“, hieß es in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin.

Tschetschenische Migranten stehen schon lange ganz oben auf der Liste der islamistischen Gefährder. Tausende von ihnen wandern illegal nach Deutschland ein. Das ist eine riesige Gefahr, die die deutschen Sicherheitsbehörden bis jetzt unterschätzt haben. Tschetschenen gelten als ethnische Gruppe aus der russischen Teilrepublik im Nordkaukasus, die sich kaum integrieren lässt. Junge Männer zeichnen sich durch brutale Gewaltbereitschaft und Hang zu islamistischen Strömungen aus. Nach Angaben des Innenministeriums erobern tschetschenische Clans die salafistische Szene Deutschlands. Das „Kaukasische Emirat“, in dem sie sich organisieren, bekehrt sich zur Terrormiliz „islamischer Staat“.

Seit 2012 haben fast 40.000 Tschetschenen Asyl in Deutschland beantragt. Die meisten reisen ins Land ohne gültigen Pass ein. Die Probleme mit dieser Gruppe beginnen bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen. „Treffen die Tschetschenen auf Nordafrikaner, ist der Ärger schon programmiert“, heißt es im Brandenburger Innenministerium. Der Hang zur Gewalt unter Tschetschenen ist so groß, dass sie in eine eigene Außenstelle überführt werden müssen, um den Kontakt zu anderen Asylbewerbern auszuschließen.

Die Clans leben von Schutzgelderpressung und Raub. Im November fand eine Razzia gegen sechzehn Tschetschenen in ganz Sachsen. In Angesicht der mehrstelligen Zahl von eingewanderten Tschetschenen, können einzelne Razzien nicht viel bringen.

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