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Terrorist will Deutschland verlassen – darf aber nicht?
07.06.2018

Vor 14 Jahren plante Mohamed Abu D. Anschläge auf Diskotheken in Düsseldorf oder das Jüdische Gemeindezentrum in Berlin, er gehörte zu der sogenannten "al-Tawhid-Gruppe". Im Oktober 2005 wurde er vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu sechs Jahren Haft verurteilt. Schon damals konnte er nicht abgeschoben werden. Nun lebt er, wie Focus-Online berichtet, seit seiner Freilassung 2010 unter strengen Auflagen  in Köln.
 
All diese Jahre lebte der 52-Jährige, der auf der Gefährderliste steht, in einem Hotel im Stadtteil Nippes und durfte dieses Viertel ohne Polizeierlaubnis nicht verlassen. Für sein Leben erhielt er monatlich diesem Medienbericht zufolge  41 Euro Taschengeld und 16 Essensgutscheine à 10 Euro. Die Gutscheine musste er im Ausländeramt abholen.
 
Warum wird er aber von den deutschen Behörden nicht angeschoben. Die Antwort ist simple: er hat keine gültigen Papiere. Auch in seinem Heimatland ist er nicht willkommen. „In Jordanien würde ich getötet“, erklärte er früher. „Ich habe mich da zu oft mit dem Geheimdienst angelegt.“  Noch skurriler: Abu D. würde gerne ausreisen. „Ich möchte nach Katar. Aber man lässt mich nicht.“

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