Politik
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Ukrainischer Antisemit bekommt deutschen Friedenspreis
15.05.2019

Der Aachener Friedenspreis sollte eigentlich Frieden stiften. Nach der jüngsten Verleihung kam es aber zum Eklat, denn der ukrainische Preisträger Ruslan Kotsaba ist für seine antisemitischen Äußerungen in seiner Heimat bekannt.

 

Der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba sprach in einem Videobeitrag darüber, dass die Juden an dem Holocaust eine Mitschuld tragen. Das Video wurde auf dem jüdischen Friedhof seiner Heimatstadt Iwano-Frankiwsk aufgenommen und am 22. Juni 2011 veröffentlicht, ausgerechnet an dem Jahrestag des Angriffs Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion. Aus der YouTube-Fassung wurde dieser Teil offensichtlich herausgenommen, jedoch existiert das vollständige Video auf den anderen Videoportalen.

 

Wie gewohnt wurde eine Aktion des ukrainischen Geheimdienstes vermutet, die dahintersteckt. „Uns ist das Video bekannt“, sagte die Sprecherin des Vereins Aachener Friedenspreis Lea Heuser. Die antisemitische Passage sei aus dem Kontext gerissen und manipuliert. „Aus unserer bisherigen Sicht hat Herr Kotsaba sich jedoch nicht willentlich antisemitisch geäußert, sondern ihm wurden diese Aussagen durch das Fehlen des Kontextes in den Mund gelegt“, sagte Heuser. Der Verein Aachener Friedenspreis hält an der Nominierung des ukrainischen Antisemiten fest und ruiniert dadurch seinen bisher makellosen Ruf.

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