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Minderjährige Flüchtlinge: Unglaubliche Kosten für den Steuerzähler kommen wirklich
12.02.2018

Wie viel geben Bundesländer für Jugendliche aus, die allein nach Deutschland gekommen sind? Diese Ausgaben sind hoch, berichtet die Welt unter Berufung auf eine Umfrage in den Bundesländern. Die Aufnahme von jedem unbegleiteten Flüchtling habe etwa 50.000 Euro gekostet, der Bund aber übernimmt nur einen Bruchteil der Kosten.
 
Nach Angaben des Kieler Sozialministeriums habe Schleswig-Holstein z. B. 2017 „insgesamt 105,2 Millionen Euro für die Unterbringung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aufgewendet“ ausgegeben. Insgesamt wurden 1795 unbegleitete minderjährige Ausländer betreut, 775 davon seien inzwischen volljährig geworden.
Darunter seien „Erstattungen für begleitende Maßnahmen wie Krankenhilfe, Fahrtkosten oder Dolmetscherkosten“. Nun fordern die Finanzminister der Länder, dass sich der Bund mindestens zur Hälfte an der Finanzierung der Unbegleiteten beteiligt. „Neben der finanziellen Last, die den Kreisen von keinem der Bundesländer wirklich vollständig abgenommen wird, betrifft dies vor allem die fachliche Arbeit mit den jungen Menschen“, kritisierte der Deutsche Landkreistag. Deshalb sei Altersfeststellung durch einen Arzt“ wichtig. Sonst können „gegebenenfalls volljährige Flüchtlinge“ zu Unrecht die aufwendige Betreuung erhalten.

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