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Urlaub in Syrien: Blogger hat es gewagt und packt jetzt aus
09.11.2017

Viele haben es als Scherz wahrgenommen, als das syrische Tourismusministerium begann, Touristen aus aller Welt ins vom Bürgerkrieg zerrissene Land zu locken. Mit dem Slogan „Syrien ist immer schön“ wollte das Assad-Regime beweisen, dass der Krieg keinen Einfluss auf die Urlaubsqualität nehmen könne. Der norwegische Blogger Christian L. folgte dem Aufruf und reiste ins gefährlichste Land der Welt. Seine Eindrücke und Fotos wurden auf seiner Webseite veröffentlicht.
 
Er hat jedoch nicht die Urlaubsorte in Lattakia oder Tartus gewählt, die tatsächlich vom Schrecken des Bürgerkriegs verschont geblieben. Er wollte die Stadt besichtigen, die laut westlichen Medien in Ruinen liegen solle, nämlich Aleppo. Die Stadt Aleppo wurde von islamistischen Terroristen durch die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe befreit. Die westliche Propaganda wollte zeigen, dass die Stadt grausam und kriegsverbrecherisch befreit wurde. Der Blogger hat jedoch ein anderes Bild gesehen.
 
„Ja, in Aleppo sieht man viel Zerstörung, vor allem die historische Altstadt... ist größtenteils zerstört, aber der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Es gibt aber weitaus weniger Zerstörung in Aleppo als das, was die Medien ständig sagen, nur etwa 20% von Aleppo sind zerstört oder beschädigt“, schreibt der Blogger. „Sobald man das Zentrum von Aleppo erreicht, ist die Stadt voller Leben, genau wie Damaskus. So sieht es auch in den Geschäften aus. Restaurants, Supermärkten und Parks,  alles ist mit Menschen gefüllt“, führt er fort und belegt seine Eindrücke mit zahlreichen Fotos, die in den westlichen Medien kaum zu sehen sind.  

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