Politik
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US-Militär foltert weiter - unbestraft
07.06.2018

Folterprogramme der US-Regierung stehen zwar nicht im Fokus der internationalen Ermittlungen von Menschenrechtsorganisationen. Das Problem ist jedoch bekannt. Misshandlungen von Gefangenen in den US-Militärbasen in Guantanamo und Abu Ghraib haben ein schlechtes Licht auf die US-Armee geworfen und sind zum wichtigen Thema bei der UNO-Versammlung geworden. Das Problem wurde jedoch nicht gelöst.
 
Die Doku „Discreet Airlift“ geht dem Problem nach und erzählt von illegalen Folterprogrammen in North Carolina, wo es mehrere US-Militärbasen gibt. Der Journalist Murtaza Hussain berichtet, wie außergerichtliche Tötungen, unbefristete Haftstrafen und Folterungen zum Alltag in den USA geworden seien. US-Präsident Donald Trump hat das Problem noch mehr verschärft. Er hat Gina Haspel zur CIA-Leiterin ernannt, der Folter in einem geheimen Gefängnis in Thailand vorgeworfen wird.
 
Wie auch die anderen geheimen US-Gefängnisse stand die Vollzugsanstalt für brandgefährliche Terroristen in Thailand im Zentrum des Skandals. Die Verdächtigten sollen bei Verhören brutal gefoltert worden sein. Haspel war nicht nur die Leiterin dieses Gefängnisses, es wird ihr zudem vorgeworfen, eine zentrale Rolle bei der Einführung der sogenannten „Waterboarding“-Verhörmethode gespielt zu haben. Haspel sei "bis zum Hals" in Foltermethoden verwickelt gewesen, erklärte die Menschrechtsorganisation ACLU.

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