Politik
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USA gegen Google: Konzern steht vor der größten Herausforderung
11.09.2019

In den USA geht man Google an den Kragen. Der Konzern wurde schon mehrmals von den Wettbewerbern ermannt, dass der Internet-Riese seine starke Position im Suchmaschinen- und Werbegeschäft nutze, um sie zu benachteiligen. Auch die EU-Kommission verurteilte Google zu einer milliardenhohen Strafe. Nun schließen sich 48 Bundesstaaten, der Regierungsbezirk Washington DC und Puerto Rico zusammen, um gegen den Internet-Konzern vorzugehen. Die von dem texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton angeführte Initiative stellt Google vor die bis jetzt größte Herausforderung, die es gab.

 

Es geht darum, dass Google den Wettbewerbern das Geschäft mit Werbung im Internet womöglich erschwerte. Eine Untersuchung soll die Einzelheiten klären. „Wenn es keinen freien Markt oder Wettbewerb mehr gibt, erhöht dies die Preise - selbst wenn etwas als kostenlos vermarktet wird - und schadet den Verbrauchern“, erklärte Floridas Generalstaatsanwältin Ashley Moody. Google ist aber nicht das einzige Unternehmen des Alphabet-Konzerns, das momentan Probleme hat. Die Justiz beschäftigt sich auch mit Facebook, WhatsApp, Instagram und YouTube, die scheinen, zu stark auf dem Markt zu dominieren.

 

Auch Politik nimmt die Tech-Konzerne zunehmend im Visier und es hagelt die Kritik von allen Seiten: die russischen Manipulations-Kampagnen, die angeblich über Facebook und Twitter die Präsidentenwahl 2016 beeinflussten, will man in Zukunft sicher vermeiden. Donald Trump beschuldigt die Online-Dienste, die konservativen Stimmen zu beeinträchtigen. Die Demokraten bemängeln die schwachen Regelungen gegen Hass, Hetze und Manipulationen im Internet. Von der demokratischen Präsidentschaftsanwärterin Elizabeth Warren wurde sogar eine Zerschlagung von Facebook und die Abspaltung von WhatsApp und Instagram gefordert. Die Präsidentenkampagne 2020 kann man als eröffnet erklären.

 

 

 

 

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