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Von der Leyens Bundeswehrreformen: Soldaten fehlen sogar die Stiefel
05.09.2019

Während ihres Antrittsbesuchs beim Heer und beim Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstrich die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), dass außer ihrer Bereitschaft zum Dienen“ auch ein modernes und einsatzerprobtes Material“ für die Soldaten wichtig sei. Die Truppe müsse „im Sinne ihrer Aufgaben“ ausgestattet werden. Auch mit „persönlichen Ausstattung“.

 

Die frühere Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war offensichtlich so sehr damit beschäftigt, zahlreiche Berater mit den Aufträgen zu versorgen, dass die Versorgung der Bundeswehrtruppen mit dem Nötigen außen vor blieb: es fehlen den Soldaten sogar die Stiefel. Nun fliegen nicht nur die Flieger nicht – es wird bald sogar barfuß zum Einsatz gelatcht. Nur gut 160.000 der knapp 183.000 Soldaten bekamen ein erstes Paar des schweren Kampfschuhs und nur 31.000 Soldaten besitzen schon den leichten Kampfschuh, teilte das Verteidigungsministerium auf die Nachfrage der FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit.

 

Dabei wurde der Wechsel vom „Ganzjahresschuh“ auf zwei Paar des schweren und ein Paar des leichten Kampfschuhs schon 2016 geplant. “Die vollständige Umsetzung des neuen Kampfschuhsystems Streitkräfte wird nach derzeitiger Planung bis zum Ende des zweiten Quartals 2022 abgeschlossen sein“, so das Verteidigungsministerium. Eigentlich sei geplant gewesen, dass alle Angehörigen der Streitkräfte bis Ende 2020 neue Schuhe: “die begrenzten Produktionskapazitäten der Industrie“ sei daran schuld, dass “erst einige“ einen vollständigen neue Kampfschuhsatz bekommen.

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