Politik
Foto: Deutscher Bundestag/ Achim Melde
Wagenknecht will die Enteignung der Dieselfahrer stoppen
11.08.2017

„Die Machenschaften der Autokonzerne dürfen nicht länger politisch gedeckt werden. Und es darf keine Enteignung der Autobesitzer geben“, forderte die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in ihrem Gastbeitrag für die „Welt“. Mit knallharten Worten spricht sie in ihrem Text über die Enteignung der Besitzer von Dieselautos und Schadensvolumen von bis zu 15 Milliarden Euro. „Durch Abschalteinrichtungen, gefälschte Verbrauchswerte sowie den mit der Affäre verbundenen Werteverfall ihrer Autos ist ein massiver materieller Schaden entstanden, den die Unternehmen nicht bereit sind zu beheben“, resümiert sie. Dabei stärkt die große Koalition den Autoherstellern, ihrer Ansicht nach, den Rücken. Die Scheinlösungen verhindern eine tatsächliche Entschädigung.
 
Es sei erschreckend, in welchem Ausmaß sich die Parteien, die die Bundesregierung stellen, der Lobby der Autokonzerne beugen. Dabei nennt Wagenknecht zwei Namen: den niedersächsischen SPD-Ministerpräsidenten Stephan Weil und den ehemaligen CDU-Staatsminister Eckart von Klaeden.
 
„Die Machenschaften des Managements der Autokonzerne dürfen nicht länger politisch gedeckt werden“, schreibt die Linken-Politikerin und fordert  die Haftung für die Konzerne sowie Mechanismen, „die eine solche Verquickung von Politik und Konzerninteressen in Zukunft verhindern“.
 
 Man müsse Unternehmensspenden grundsätzlich verbieten und „diese Form der Bestechungspraxis in Deutschland beenden“. 

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