Wirtschaft
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6000 Euro Bußgeld: Behörden erklären den Krieg gegen die Airbnb-Kunden
28.08.2019

Der Wohnraum in großen europäischen Städten wird immer knapper. Auch Vermietung auf Zeit trägt einiges dazu bei. Die Internetportale wie Airbnb sind schon längst im Visier der Justiz gerückt. In Paris geht man schon lange gegen die Vermietung der privaten Wohnungen an Touristen vor. Jetzt folgt auch Frankfurt.

 

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte eine Frau zu 6000 Euro Bußgeld, weil sie ihre private Wohnung über Airbnb mehrfach an Touristen vermietete. Dafür fehlte der Frau eine Genehmigung: die Stadt Frankfurt lehnte ihre Anträge mehrmals ab. In den „Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten“ in Hessen muss man laut dem Wohnungsaufsichtsgesetz eine Genehmigung für die Ferienvermietung bekommen, um den Wohnraum acht Wochen im Jahr an Feriengäste zu vermieten.

 

Trotz fehlende Erlaubnis vermietet die Frau ihre Wohnung an Touristen für einen Preis von 150 Euro pro Nacht. Eine Beschwerde beim Oberlandsgericht Frankfurt brachte ihr auch nichts und damit ist das Bußgeld rechtskräftig. “Es ist eine saftige Geldstrafe und es spricht vieles dafür, dass hier ein Exempel statuiert wurde“, erklärte Ulrich Ropertz, der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes.

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