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Adenauer-Stiftung: Zustand der Euro-Zone ist besorgniserregend
04.08.2019

Laut der Analyse der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung ist der Zustand der Euro-Zone besorgniserregend. Die Analyse zeigt, dass die wirtschaftliche Situation wichtiger Eurozonenländer prekär ist und notwendige Reformdynamiken weitgehend zum Erliegen kamen: Zudem seien "externe Schocks oder eine heftige Konjunkturabkühlung in der Eurozone sind in diese Situation kaum abzufangen".

 

Es gehe deshalb jetzt "mehr denn je um die innere ökonomische Konsolidierung der Eurozone mit politischem Fokus auf Währungsvertrauen, Unternehmertum und Eurozonen-Attraktivität", steht in der Analyse, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Deshalb appelliert die Adenauer-Stiftung an die künftige Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU) und fordert sie und ihre Mitstreiter ungewöhnlich deutlich zu raschen und umfassenden Reformen auf.

 

Es sei "Zeit für eine veränderte Fiskal- und Geldpolitik zur Stärkung des Euro nach innen und nach außen". Es hatte sich "eine trügerische Ruhe eingestellt, weil sich die ökonomischen Indikatoren generell ein Stück aufgehellt haben", zeigt die Analyse der Stiftung. Doch diese Phase der Ruhe könne sich schnell ändern. Da "die fiskalpolitischen Spielräume der Nationalstaaten und die geldpolitischen Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank" nahezu ausgeschöpft seien. Deshalb müssten "in Brüssel und den Hauptstädten Europas die Alarmglocken läuten". Denn "die derzeitige Reformstagnation" beschleunige den "relativen ökonomischen Abstieg Europas, das durch seine demografische Situation ohnehin herausgefordert" sei. Daher gehe es jetzt "mehr denn je um die innere ökonomische Konsolidierung der Eurozone". Nur so könne "der Euro als politisches Projekt zur Einheit der EU beitragen", fasst die Analyse das Wichtigste zusammen.

 

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