Wirtschaft
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Aldi, Lidl & Co gehen bald pleite?
06.05.2019

Die Wirtschaftssituation der Discounter wie Aldi, Lidl &Co sehen nicht so rosig aus. Laut der Prognosen des Marktforschers Edge by Ascential lassen die steigenden Kosten bei schwächelnden Umsätzen den Umsatz 2019 nur noch um 1,9 Prozent steigen. Bei REWE stiegen die Umsätze im letzten Jahr dagegen um 9,1 Prozent. 
 
Die Kunden wollen heutzutage nicht nur billig einkaufen, sondern suchen sie auch nach Einkaufserlebnissen. Discounter bitten aber nur das Erste. Nun unternehmen sie eine umfassende Modernisierung der Filialen und bauen ihre Produktpalette aus, um die neuen Kundengruppen zu gewinnen. „Die Discounter sind in einem Dilemma: wer die Modernisierung nicht mitmacht, wird Marktanteile verlieren. Gleichzeitig verursacht das Upgrade der Filialen hohe Kosten, die sich bei den geringen Margen nur schwer wieder einspielen lassen“, erklärt der Chefökonom des Marktforschers Edge by Ascential Boris Planer gegenüber dem Handelsblatt.
 
Besonders schwer traf es Aldi Nord, das einen Verlust im vergangenen Jahr hinnehmen musste. Deshalb schließen sich Aldi Nord und Aldi Süd zusammen, um ihre Einkaufsstrategien anzupassen. Durch größere Einkaufsmenge rechnen sie mit besseren Preisen. Auch im Fernsehen werben die beiden Unternehmen zusammen. Vor allem erhoffen sie sich eine Verbesserung der internen Struktur. „unsere Struktur ist schon lange nicht mehr schlank. Amazon ist heute näher an der Discount- Idee von Karl und Theo Albrecht als Aldi“, sagt ein Topmanager von Aldi Nord.

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