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Alexa, Siri und Co.: Forscher warnen vor kostenpflichtigen Geheimbefehlen
14.05.2018

Der Sprachassistent von Google kann jetzt selbständig einen Friseur-Termin vereinbaren. Die neuen unglaublichen Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz hat Google auf seiner Entwicklungskonferenz vorgestellt. Was aber auf der Konferenz verschwiegen wurde, sind die neuen Gefahren, die mit Alexa, Siri und Co. verbunden sind. Wissenschaftler von der US-Uni Berkley haben ein Experiment durchgeführt, in dem gezeigt wurde, wie man Sprachassistenten zu Anrufen überreden kann, die für Menschen nicht mal hörbar sind.
 
Die tückischen Befehle können sich in harmlosen Sprach- oder Musikaufnahmen verstecken. Der Nutzer hört sich zum Beispiel Verdi's Requiem an. Der Sprachassistent zerlegt die Musik  in einzelne Geräusche und ordnet diese Geräusche jeweiligen Buchstaben zu. Die Betrüger können diesen Verarbeitungsprozess so beeinflussen, dass aus einzelnen Geräuschen bestimmte Befehle für Sprachassistenten werden. Momentan existiert diese Betrugstechnik nur in der Theorie. „Ich vermute, dass Menschen mit bösen Absichten bereits Menschen wie mich anstellen, um das herauszufinden", warnt Forscher Nicholas Carlini.
 
Das innovative Betrugsschema kann weitreichende Folgen für die Nutzer haben. Der ferngesteuerte Sprachassistent kann kostenpflichtige Anrufe tätigen, Online-Verträge abschließen und vieles mehr. Und schlimm ist es, dass die Technik sich recht einfach austricksen lässt.

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