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Alles wird teurer: Umweltpolitik der Bundesregierung macht jeden Bürger arm
01.10.2019

Die Bundesregierung mit ihrem frisch beschlossenen Klimapaket möchte Menschen zum Umstieg auf den Nahverkehr bewegen. Außer der Liebe zur Umwelt gibt es aber keine weiteren Anreize dafür: die Preise für Bus und Bahn werden in vielen Regionen zum Jahreswechsel erhöht.

Noch vor dem neuen Klimapaket beschlossen viele Verkehrsverbunde die Preiserhöhungen - Gehälter, Diesel- und Strompreise sowie Materialkosten werden wohl steigen und müssen weiterhin finanziert werden. Mit dem Klimaschutz als Argument lässt sich auch einiges machen: beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg gibt es eine Preiserhöhung von 2,5 Prozent, beim Nachbarverbund Rhein-Ruhr steigen die Preise um 1,8 Prozent, im Rhein-Main-Verkehrsverbund um 1,5 Prozent, im Hamburger Verkehrsverbund um 1,3 Prozent.  

Berlin schießt mit einer 3,3-prozentigen Preissteigerung den Vogel ab: der VBB braucht eine rund-um Erneuerung. “Wenn wir über einen attraktiven und leistungsstarken ÖPNV die Klimaschutzziele im Verkehr erreichen wollen, dann werden wir um massive Investitionen in den Ausbau und in die Grunderneuerung nicht herum kommen. Die Fahrgeldeinnahmen sind dafür ein ganz entscheidender Beitrag“, erklärte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen Ingo Wortmann. Die 13 Milliarden Euro, die Fahrgäste jährlich für Fahrkarten zahlen, decken bereits drei Viertel der Betriebskosten. Und wie man ohne eine Preissteigerung wirtschaften kann, zeigt sowohl Stuttgart, als auch der Großraum München, wo dank einer Tarifreform eine Preissenkung um sieben Prozent möglich war.

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