Wirtschaft
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Tödliches Komasaufen: Seit 1970 löschte der Mensch 60 % aller Tiere aus
31.10.2018

Der Mensch ist ein Tier und zwar das schlimmste von allen – lautet ein bekannter und bitterer Witz über uns alle. Der aktuelle Bericht der Umweltstiftung WWF zeigt mit aller Deutlichkeit, dass der Witz nicht allzu weit hergeholt ist. Nach Angaben der Stiftung wurden seit 1970 durch die menschliche Tätigkeit 60 Prozent aller Tiere ausgelöscht. Eine Naturkatastrophe bahnt sich an.

Die Forscher haben das menschliche Handeln als „Komasaufen auf Kosten des Planeten“ bezeichnet. Es geht nicht nur darum, dass die Tiervierfalt katastrophal geschrumpft ist. Für das Tier Mensch wird es auch keine Zukunft mehr geben, wenn die Erde ihrer biologischen Vielfalt beraubt wird. „Die Situation ist wirklich schlecht, und sie wird immer schlechter", sagt WWF-Direktor Marco Lambertini.

Durch Landwirtschaft, Bergbau, und Ausbau der städtischen Infrastruktur verlieren die Tiere ihren Lebensraum. Dazu kommen die Umweltverschmutzung und technologische Katastrophen. Einige Tierarten werden durch  Wilderei ausgemerzt. Die Menschheit habe sich dem „Rand einer Klippe" genähert , sagt WWF-Forscher Mike Barrett. Um die eigene Art zu retten, muss die Menschheit ihren Lebensstil radikal verändern. Der Mensch ähnelt einem Amokläufer, der in seinem Suizidwahn möglichst viele Opfer mit in den Tod reißen will.