Wirtschaft
ARD versagt beim Sparen und will noch mehr Gebühren?
25.01.2018

ARD-Chef Ulrich Wilhelm will mehr Geld für die öffentlich-rechtlichen Sender haben. Nach einem Bericht der Gebühren-Kommission KEF geht aber die ARD mit ihren Kosten wenig effizient um, berichtet Focus-Online unter Berufung auf die „Bild“.
 
Diesem Bericht zufolge sei die Arbeitseffizienz der Sender unterschiedlich. So produziere der kleine ARD-Sender Radio Bremen pro Mitarbeiter fast dreimal so viel wie die großen Anstalten WDR und BR. "Hier werden munter Äpfel mit Birnen verglichen", kritisierte der Vorsitzende der ARD-Finanzkommission, Albrecht Frenzel die Bild-Statistik.
 
Die Aussagen zur Höhe der Sendeminuten bezögen sich auf den Hörfunk und man habe die Unterschiede im Produktionsaufwand der Sendungen nicht berücksichtigt.
 
Auch die Tatort-Kosten seien zu hoch sowie  die NDR-Produktionen der von Til Schweiger produzierten Filme. Die Kosten liegen über dem Durchschnitt. Nach Ansicht von Albrecht Frenzel seien Schweiger-Tatorte "Action-geladenen Jubiläums-Tatort" und unterscheiden sich von regulären Folgen der Krimiserie.
 
„Die Kommission erwartet deutlich intensivierte Einsparungen durch die ARD-Anstalten“, heißt es im Bericht der Kommission. Nach Ansicht von KEF könnten die Anstalten  288 Millionen Euro Kosten einsparen.

Tweet