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Aussterben des Einzelhandels: Düstere Prognose der Experten
23.03.2020

Das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) veröffentlichte letzte Woche das "Handelsszenario 2030", das eine alarmierende Tendenz zeigt. Laut IFH stirbt stationäre Einzelhandel langsam aus. Bis 2030 werden Städte zwischen 64.000 und 80.000 Geschäfte verlieren. Die Corona-Krise spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Viel mehr ist der Online-Handel daran schuld.

 

Das Aussterben begann bereits 2005 und die Geschwindigkeit steigt. Am schwersten sind die Modebranche, der Buchhandel und die Spielwarenläden, aber auch der Handel mit Wohnaccessoires davon betroffen. Wie es für die weiter geht, kommt darauf an, wie konsumfreudig Menschen sind, und ob sie das Einkaufen als Freizeiteinteil betrachten werden - schneller und preiswerter geht es sicherlich online oder beim Discounter.

 

Dabei können auch viele Innenstädte unter dieser Tendenz leiden. "Noch immer ist das wichtigste Motiv, in die Innenstadt zu kommen, das Shoppen. Und ausgerechnet dieser Kundenmagnet verliert an Kraft", warnte der IFH-Geschäftsführer Boris Hedde. Im schlimmsten Fall werden auch die Gastronomie und die Unterhaltungsbranche das Verschwinden vom Einzelhandel zu spüren bekommen. Deshalb ist seiner Meinung nach die gemeinsame Gegenwirkung aller Beteiligten gefragt, um die lokale Identität und somit die Besucher nicht zu verlieren.

 

 

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