Wirtschaft
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BDI-Chef ist fassungslos: Regierung ruiniert die deutsche Industrie
25.10.2019

„Die Regierung ist dabei, die deutsche Industrie zu ruinieren“ - diese Behauptung hätte man eigentlich einem oppositionellen Wutbürger unterstellen können. Ein Armutszeugnis für die Regierung stellt aber der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI), Dieter Kempf, aus. „In vielen Betrieben gibt es schon seit sechs, teils auch neun Monaten Kurzarbeit. Nach zwölf Monaten endet das Kurzarbeitergeld, dann könnte es bitter werden“, sagt Kempf in einem FAZ-Interview.
 
 
Der BDI-Chef geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft trotz einer guten wirtschaflichen Konjuntur Ende des Jahres ein Wachstum zwischen 0 und 0,5 Prozent erreicht. Ein miserables Ergebnis führt Kempf auf die Umweltpolitik der Bundesregierung zurück. „Wie die Bundesregierung Klimaschutz in Gesetze gießt, macht mich fassungslos", so Kempf. Die Klimaschutz-Gesetze seien „schlampig“ ausgearbeitet worden und seien zudem realitätsfern. "Es kann nicht sein, dass in Berlin darüber entschieden wird, ob jemand im Bayerischen Wald ein Auto braucht oder nicht", ärgert sich der BDI-Chef.
 
Um die Bewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu gewährleisten, sei es höchste Zeit, wirtschaftliche Reformen durchzuführen. Man solle private und öffentliche Investitionen in die Industrie fördern, Unternehmenssteur senken und die Kommunikation zwischen Unternehmern und Behörden durch digitale Dinestleistungen entbürokratisieren. Stattdessen fokussiere die Regierung auf Themen, die nichts mit den dringlichen Berdürfnissen der Industrie-Welt hätten. Durch die Verabschiebung von realitätsfernen Gesetzen mache die Exekutive die nicht „ein parlamentarisches System kaputt."    
 
 

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