Wirtschaft
shutterstock.com
"Belästige, ermorde und vergewaltige Frauen": Ein Videospiel für Serienmörder ist erschienen
13.03.2019

Im April 2019 hätte uns das Gaming-Plattform „Steam“ mit einem neuen Videogame namens „Rape Day“ also „Vergewaltigungstag“ beschert. „Triff die Entscheidungen eines gefährlichen Serienmörders und Vergewaltigers während einer Zombie-Apokalypse. Belästige, ermorde und vergewaltige Frauen, während Du die Geschichte fortsetzt. (…) Du bist der gefährlichste Vergewaltiger der Stadt“, stand in der Beschreibung von „Rape Day“. Entwickler des Spiels nennt sich „Desk Plant“. Ist er ein Fall für die Justiz oder schon für die Psychiatrie?
 
Es gab massive Proteste von Nutzern und der Betreiber von Steam hat den Titel für den deutschen Markt gesperrt. Ursprünglich hieß es, dass das Spiel nur in den Nischenmarkt der Länder verkauft werden sollte, wo solche Inhalte legal sind. Eine Liste dieser Länder wäre sicherlich ein Wissenswert. Der Entwickler versteht die Aufregung jedoch nicht und erklärt auf seiner Homepage, dass er das Spiel als „schwarzen Humor“ sieht und kann nicht nachvollziehen, warum die Vergewaltigung immer noch ein Tabu ist. Schließlich sind Mord und Folter in den Videospielen ja ganz normal.
 
Wie konnte es dazu kommen, dass ein derartiges Spiel auf einer Plattform erscheinen darf? Ganz einfach. Gegen eine Gebühr von 100 Dollar kann auf der „Steam“ jedes Spiel frei veröffentlicht werden. Nachdem im Mai letzten Jahres das Game „Active Shooter“, dass die Spieler in die Rolle eines Amokläufers in der Schule versetzte, massive Proteste der Community auslöste, wurden die Richtlinien mit dem Hinweis „Was sie nicht auf dem Steam veröffentlichen sollen“ ergänzt. Eine Überprüfung ist aber weiterhin nicht vorgesehen.
 
 
 
 

Tweet