Wirtschaft
Daniel Constante/Shutterstock.com
Bitterer Wettkampf um 5G-Netz: Zwischen Spionage und Sabotage
03.02.2020

Im Dezember kündigte die Telekom an, den Ausbau des 5G-Netzes vorerst auf Eis zu legen, bis alle Probleme mit Huawei-Technik geklärt sind. In Frankreich will man nicht warten: Der Mobilfunk-Anbieter Orange holt sich die 5G-Technik aus den europäischen Nachbarländern.

 

Nokia und Ericsson aus Finnland und Schweden machen im Konkurrenzkampf mit Huawei das Rennen und werden ihre Netzwerk-Ausrüstung und Dienstleistungen in Frankreich etablieren. Das teilte der französische Mobilfunk-Anbieter Orange am vergangenen Freitag mit. Orange hat mit den beiden Konzernen schon gearbeitet, denn auch die bisherige Mobilfunk-Infrastruktur von Orange kommt von diesen Anbietern. Nun wird die Hauptstadt-Region, den Nord-Osten und Süd-Westen des Landes von Ericsson versorgt. Den Westen und Süd-Osten Frankreichs rüstet Nokia aus.

 

Die EU-Kommission will sich Huawei weiter Einschränkungen in den Weg stellen. Auch von der US-amerikanischen Seite wird mit Nachdruck empfohlen, auf die Ausrüstung des chinesischen Konzerns wegen der Gefahr von Spionage und Sabotage zu verzichten. Auch die Technik von Huawei steht unter Kritik und sollte für die deutlichen Verzögerungen beim 5G-Ausbau sorgen. Ericsson verspricht dagegen: Das 5G-Netz solle zur Verfügbarkeit der nötigen Frequenzen im laufenden Jahr einsatzbereit sein.

 

 

Tweet