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Coronavirus: Deutsche Industrie fordert schnelles Krisenmanagement
04.03.2020

Angesichts der Coronavirusgefahr sollte schnell gehandelt werden. Das betrifft nicht nur die Präventionsmaßnahmen für den Bevölkerungsschutz. Auch Industrie leidet an dem Epidemieausbruch enorm. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wendete sich deshalb an die Regierung mit einem Appell und forderte sie zum schnellen wirtschaftlichen „Krisenmanagement“ auf.

 

Da sich die Folgen vom Coronavirus auf Dauer und Ausmaß nicht einschätzbar sind, ist die Konjunktur von den „schweren Auswirkungen“ bedroht, sagte der BDI- Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Die Beschaffung, Produktion und Absatz der rund 5000 deutschen Unternehmen in China sind derzeit sehr eingeschränkt, deshalb müssen sich mehrere Industriebranchen in Deutschland auf die Engpässe bei den Importlieferungen einstellen. Davon werden voraussichtlich Elektro-, Automobil-, Pharma- und Papierbranchen betroffen sein.

 

Die Bundesregierung muss jetzt schleunigst wirtschaftspolitische Impulse für eine Belebung des Wachstums liefern“, sagte Lang. Als erforderlich sieht er die politische Einigung noch im ersten Vierteljahr. Es sei zu wenig, wenn sich die GroKo einzig und allein um parteipolitische Fragestellungen kümmere, meinte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Das Institut der deutschen Wirtschaft senkte bereits seine Konjunkturprognose für 2020 - einen Anstieg um 0,9 Prozent ist nicht zu erwarten.  Das Bundeswirtschaftsministerium hält laut einem Sprecher die Folgen der Epidemie „beherrschbar“ und plant keine Bürgschaften oder ähnliche Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen. Regierung habe die Lage aber „genau im Blick“.

 

 

 

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