Wirtschaft
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Daimler in der Tornadostadt: Kunden müssen Geduld haben
09.09.2019

Die US-amerikanische Stadt Tuscaloosa ist für ihre heftigen Tornados bekannt. In Deutschland kennt man den Ort wegen des einzigen Mercedes-Benz-Werks, das es in den USA gibt. Auf dem 3,8 Millionen Quadratmeter großen Werksgelände werden von den 4000 Mitarbeitern rund 300.000 neue Fahrzeuge produziert. Nur Motoren und Getrieben für die SUVs GLE, GLE Coupé und GLS kommen aus Deutschland. Momentan läuft bei der Produktion allerdings einiges schief, denn viele Kunden in Deutschland müssen auf ihre neuen Autos warten.

Tausende von den nagelneuen SUVs stehen derzeit auf dem früheren Flugplatz Ahlhorn in Niedersachsen. Der Autobauer Daimler sollte noch vor einem Jahren den Flughafen Ahlhorn gepachtet, um die aus den USA gelieferte Fahrzeuge nachzubessern. Momentan sind das rund 40.000 Modelle, bei denen die fehlerhaften Sitzanlagen und Stoßfänger ausgetauscht werden müssen. Da die Autos in den speziell eingerichteten Neuwagenhallen stehen, die teilweise frei zu betreten sind, kam es bereits zum Vandalismus.

Auch die Markteinführung der neuen Modelle könnte ein Grund für die Wartezeiten sein.  Auf Nachfrage, wie viele Autos von welchem Typ derzeit auf dem Flughafengelände stehen, gab es vom Daimler keine präzise Antwort: der Bestand ändere sich jeden Tag und die Zwischenlagerung von Fahrzeugen sei ein ganz normaler Vorgang. “Gemeinsam mit unseren bewährten sowie neuen Lieferanten haben wir Maßnahmen implementiert, um die Herausforderungen zu bewältigen. Wir arbeiten intensiv daran, dass unsere Kunden schnellstmöglich ihr neues Fahrzeug in Empfang nehmen können“, so die Stellungnahme des Konzerns. Für die Kunden heißt es übersetzt: warten.

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