Wirtschaft
Darum schließt VW Geheimverträge mit Kunden ab
23.12.2016

Einigen Medienberichten zufolge hat VW einen Kompromiss mit US-Klägern für größere Dieselwagen gefunden. Der Konzern muss in den USA 15 Milliarden Dollar an Schadenersatz und Strafen zahlen. In Europa kommt VW wahrscheinlich ohne Strafe aus. Sonst wäre ein weiterer Milliardenbetrag fällig. 

Wie die SZ berichtet, schließen einige VW-Händler Vergleiche mit Kunden ab, so können sie Urteile vor Oberlandesgerichten verhindern. Laut dieser Strategie werden die VW-Händler Autos zurücknehmen, Käufer ausbezahlen und keine Verurteilung riskieren. Dabei wird ein „Stillschweigen“ vereinbart. 

Auf diese Weise kann der Konzern diesem Medienbericht zufolge aber viele Millionen Euro sparen. Nach Ansicht des Juristen beim Automobilclub ADAC Klaus Heimgärtner sei der Konzern stark daran interessiert, OLG-Entscheidungen zu vermeiden oder möglichst lange hinauszuzögern. Denn dann verjähren die Ansprüche von Käufern. Dadurch landen nur einige wenige Fälle vor Gericht. Und was meinen Sie, wird diese VW-Rechnung aufgehen?

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