Wirtschaft
Foto: Shutterstock/Collage
Banken provozieren neue Finanzkrise?
12.10.2017

Die Tatsache, dass die Notenbanker bei Zinsen auf ultra-niedriges Niveau Billionen in das Finanzsystem der wohlhabenden Länder gepumpt haben, kann schlimme Konsequenzen haben.  Das hat gefährliche Folgen für die Wirtschaft.  Vor allem ein Land ist betroffen.
 
Die Hauspreise sowie die Aktienkurse stiegen schnell, die Kredite sind so billig geworden, dass bonitätsstarke Schuldner wie Deutschland sogar dafür bezahlt werden, sich Geld zu leihen. Die billigen Kredite führten dazu, dass die Schuldenberge rund um den Globus in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen sind, berichtet die „Welt“. Die Schulden sind schneller gewachsen als die Wirtschaftsleistung der Volkswirtschaften selbst. Die Verschuldung sei demzufolge stärker als vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Was passiert, wenn die Zentralbanken in den USA und Europa ihre Geldpolitik schneller als erwartet normalisieren? Was passiert, wenn sie die Zinsen steigen lassen? Diesem Medienbericht zufolge, drohen in diesem Fall Zahlungsausfälle, faule Kredite und Verwerfungen in den Finanzsystemen.
 
Vor allem China macht große Sorgen, weil das Land Schulden in gewaltiger Höhe aufgenommen hat. Deshalb warnen die Finanzexperten davor, dass in den hohen Schuldenbergen große Risiken für das chinesische Finanzsystem lagern.
 
„Diese wachsenden Risiken könnten das Wachstum gefährden und die Erholung der Weltwirtschaft entgleisen lassen“, warnen sie. Steigende Zinsen könnten dafür sorgen, dass Aktienkurse fallen, Immobilienpreise sinken und 100 Milliarden Dollar aus den Schwellenländern abgezogen werden, berichtet die „Welt“.  „In diesem Szenario könnte der Verlust an weltweiter Wirtschaftsleistung etwa so groß sein wie ein Drittel der Verluste in der Finanz- und Wirtschaftskrise“, steht weiter im Bericht.

Tweet