Wirtschaft
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Darum wird bald jede zweite Apotheke geschlossen?
11.12.2017

Wie die FAZ berichtet, sei fast jede zweite der knapp 20.000 deutschen Apotheken in ihrem Bestand wirtschaftlich gefährdet. In einer Analyse der Gutachter werde die Schließung von 7600 Hauptapotheken als „mittelfristig wahrscheinlich“ bezeichnet. Deshalb wird eine  Preisreform vorgeschlagen, um die Versorgung der Bevölkerung trotzdem zu sichern. Ein angestellter Leiter einer Krankenhausapotheke kostet diesem Bericht zufolge gut 99.000 Euro im Jahr, allerdings konnten die Apotheken kein angemessenes Betriebsergebnis und damit keinen ausreichenden Unternehmerlohn erwirtschaften.
„Wollte man trotz Niederlassungsfreiheit alle bestehenden Apotheken erhalten, würde das zusätzliche jährliche Kosten von circa 3 Milliarden Euro für die Allgemeinheit bedeuten“, heißt es im Gutachten. Um die Versorgungssicherheit der Patienten zu bewahren, braucht man  ein mit 100 Millionen Euro dotierter Fonds. Nach Ansicht der Gutachter werde die Schließung Tausender Apotheken die wirtschaftliche Lage der verbliebenen Pharmazien verbessern. Außerdem seien sie gegen das Verbot der Lieferung von Arzneimitteln durch ausländische Versandapotheken. „Ein Verbot des Versandhandels ist nicht vor dem Hintergrund der flächendeckenden Versorgung zu rechtfertigen, da der Versandhandel Arzneimittel direkt nach Hause liefert.“
Deshalb sollten die Gebühren für die Abgaben von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln reformiert werden. 

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