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Deutsche Bahn missachtet Fahrgastrechte?
26.08.2019

Die Deutsche Bahn erleidet durch die Entschädigungen an Fahrgäste zunehmend finanzielle Verluste. In der Zeit von 2014 bis 2018 sind die Zahlungen von 27 Millionen Euro auf rund 54,5 Millionen Euro gestiegen. Das kam auf die FDP-Nachfrage heraus. Die Bundesregierung spricht über ein Onlineverfahren für die DB-Kunden.

 

Die Zahlungen gingen sowohl an die Kunden des Fernverkehrs, als auch an die Kunden der Regional- und S-Bahn-Linien. Zu den Rekordzahlungen fuhr vor allem die Unpünktlichkeit der Fernzüge: rund 30 Prozent der ICE und IC kamen 2018 zu spät an. Auch der Anteil der Störungen durch höhere Gewalt lag bei 13,5 Prozent, dabei zählen auch „plötzlich auftretende Fahrzeugstörungen“ auch dazu.

 

Roman Müller-Böhm (FDP) fordert, die Verbraucherrechte in diesem Falle zu schützen: es ist nämlich vorteilhaft für die Bahn, die Verspätungen auf die „höhere Gewalt“ zu schieben. So wird die Kasse geschönt. “Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, Entschädigungen bereits ab 30 Minuten zu zahlen, anstatt die Verbraucherrechte zu schwächen“, so Müller-Böhm. Auch die Bundesregierung spricht sich für die Verbesserung der Durchsetzung von Fahrgastrechten. Zumindest müsse es ein Online-Verfahren für die Online-Tickets eingeführt werden. Momentan muss man immer noch ein Papierformular ausfüllen.

 

 

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