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Deutschland gegen Frankreich: Ein bitterer Kampf um die Wirtschaftsnation Nummer eins
03.04.2019

Berlin zählt zu den beliebtesten Städten für die Start-ups weltweit. Die Hauptstadt bekommt jedoch eine Konkurrenz, die nicht zu unterschätzen ist. Einer Studie zufolge könnte Paris in Sachen Investment in Start-ups bald die Nase vorn haben.
 
Die Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt, wie eng der Abstand zwischen beiden Städten geworden ist. Paris investierte 2018 rund 2,5 Milliarden Euro, und somit 39 Prozent mehr als im Vorjahr, in die Wachstumsfirmen. Berlin investierte nur zwölf Prozent in die Start-ups und lag dabei mit 2,6 Milliarden Euro nur knapp vorne.  Bei der Zahl der Deals überholte Paris (366) die deutsche Hauptstadt (244) gewaltig.
 
„Die französische Politik verfolgt das klare Ziel, Frankreich zur Start-up-Nation Nummer eins in Europa zu entwickeln“, sagte EY-Partner Peter Lennarz. Dort gibt es sowohl die bessere Finanzierung und günstige Kredite vom Staat, als auch erhebliche Steuererleichterungen für Gründer und Investoren. Die Start-ups genießen hierzulande zwar das Interesse der Politik, kommen aber zum Geldhahn eher schwer. Die Finanzierungslücke wurde von der Förderbank KfW auf satte 600 Millionen Euro geschätzt.

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