Wirtschaft
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Die Mieten galoppieren uns davon
05.06.2019

Die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt verschlechtert sich weiter. Nicht nur die Erwerbstätigen können sich die hohen Mieten kaum leisten, sondern auch Job-Center schafft es nicht mehr, die vollen Mieten der Bedürftigen zu finanzieren. Trotz höherer Mietzuschüsse können die kompletten Wohnkosten für 85 000 Hartz-IV-Haushalte nicht übernommen werden.
 
Die Mietzuschüsse wurden im vergangenen Jahr zwar erhöht, aber für rund 85 180 Haushalte gibt es beim Job-Center trotzdem nicht genug Mittel: das Geld für die Miete zahlen die Arbeitslosen aus eigener Tasche drauf. Die Mieten steigen einfach schneller als die Zuschüsse. „Die Mieten galoppieren uns davon“, beklagte sich die Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke).
 
„Im Durchschnitt zahlen sie 135 Euro aus eigener Kasse drauf. Für Personen, die Sozialhilfe beziehen, ist das sehr viel Geld“, sagte Breitenbach. Davon sind rund 35,3 Prozent der Berliner Hartz-IV-Haushalte betroffen. Die Zuschüsse wurden eigentlich erstens 2018 angepasst und dadurch bekommen die Erwerbslosen vom Job-Center für die Miete zwischen 7 und 17 Prozent mehr Geld. „Die Preise steigen und wir kommen mit den Zuschüssen kaum noch hinterher. Wir wollen deshalb weitere Anpassungen auf den Weg bringen“, so Sozialsenatorin.

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