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Das Abzocken der Krankenkassen schraubt unsere Versicherung in die Höhe

Zum 1. Januar haben zahlreiche Krankenkassen in Deutschland die Mitgliedsbeiträge erhöht. Insgesamt geht es um 27 gesetzliche Krankenkassen. Die Bundesregierung hat versucht, die Erhöhung zu bremsen. Mit einer Sonderzahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds wurde das Schlimmeres verhindert. Mindestens für dieses Jahr. Denn 2018 werden weitere drastische Erhöhungen erwartet.

 

 

Die Krankenkassen begründen die Notwendigkeit der Erhöhungen mit Steigerung der Gesundheitskosten. Von bis zu 40 Milliarden Euro ist die Rede. Für steigende Kosten sorgen solche Faktoren wie Verteuerung von Medikamenten und ärztlichen Behandlungen sowie Erhöhung von Arzthonoraren. Außerdem müssen medizinische Leistungen für Asylbewerber finanziert werden.

 

 

Mit dem Gesundheitsfonds versucht die Bundesregierung, die Situation mehr oder weniger im Griff zu halten. Der Fonds ist derzeit mit etwa zehn Milliarden Euro gefüllt. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung weist jedoch darauf hin, dass auch der Gesundheitsfonds zum großen Teil aus Beitragsgeldern finanziert wird. Die geplante Entlastung der Krankenkassen könne nur einen kurzfristigen Effekt zeigen, meint die Verbandschefin Doris Pfeiffer. Der Gesetzgeber habe durch "kostspielige Reformen" der vergangenen Jahre selbst dazu beigetragen, dass die Beiträge zur Krankenversicherung trotz sehr guter Einnahmen weiter steigen müssten.

 

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