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Eierskandal: Auch diese Lebensmittel sind Gesundheit gefährdend
08.08.2017

Der Skandal um belastete Eier und Geflügelprodukte sorgte für viel Aufsehen und Unsicherheit. Wer ist schuld? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? In einem DLF-Interview spricht der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt darüber.
 
„Die Ursache für die aufgetretene Belastung von Eiern und auch verarbeiteten Produkten ist kriminelles Handeln, und deswegen ist es gut, dass sich Staatsanwaltschaften in Belgien, in den Niederlanden und jetzt auch in Deutschland mit diesem kriminellen Handeln beschäftigen und es untersuchen und Verantwortliche Bestrafung zuzuführen“, sagte er im Interview.
 
Er sprach von einem Überwachungssystem, das aber keinen hundertprozentigen Schutz gegen Betrug und kriminelle Energie geben kann. „Es kann nicht sein, dass ein Land in der Europäischen Union Ende Mai, Anfang Juni Informationen hat und diese Informationen nicht weitergibt, jedenfalls nicht so an die weitergibt, die es wissen müssen. Da kann ich auch nicht nachvollziehen, dass man sagt, das sind staatsanwaltliche Ermittlungen, die es dann verhindern, das weiterzugeben“, bemängelte er zugleich und verurteilte Belgien scharf. Denn Gesundheitsschutz und Verbraucherschutz habe seiner Ansicht nach immer Vorrang. „Dann kommen staatsanwaltliche Ermittlungen“, stellte er klar.
 
Er habe zudem auch mit dem zuständigen EU-Kommissar, dem Gesundheitskommissar Andriukaitis darüber gesprochen. Das sei eine Angelegenheit Europas, und nicht einzelner Mitgliedsstaaten.
 
Es werde überprüft ob Nudeln, der Eiersalat und so weiter, mit solchen Eiern zusammengemischt worden sind.  „Diese Eier und ihre Produkte sind nicht verkehrsfähig, schlicht und einfach“ resümierte der Minister.  „Da gibt es auch kein - da ist null Toleranz bei diesem Punkt, auch bei denen, die mit krimineller Energie das mischen und damit Lebensmittel verpanschen, das ist ein Verbrechen und muss auch so geahndet werden, ohne Pardon“.
 
 

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