Wirtschaft
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Dubiose milliardenschwere Geschäfte: Trumps Worte sind Gold wert
23.10.2019

Viele wissen schon, dass Börsen-Geschäfte zumindest verdächtig sind. Durch Spekulationen mit Wertpapieren kann man blitzschnell milliardenschwere Gewinne machen. 14 demokratische US-Senatoren fordert nun eine Untersuchung. Sie gehen davon aus, dass einige Börsen-Spekulanten Milliarden von Dollar dank Insiderinformationen aus der US-Regierung angehäuft haben. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass der US-Präsident in dubiose Geschäfte verwickelt sein dürfte. Eine entsprechende Anfrage wurde an Justizminister Bill Barr, FBI und die Börsenaufsicht gerichtet.
 
Wie das Geschäft funktioniert, lässt sich am folgenden konkreten Beispiel verdeutlichen. Eine Gruppe von Händler kurz vor dem Börsenschluss kauft 386.000 Aktien der führenden US-amerikanischen Konzerne. Am nächsten Tag behauptet der US-Präsident, dass er „sehr, sehr gute Telefongespräche“ mit chinesischen Regierungsvertretern zum Handelsstreit geführt haben soll. Die Aktien steigen sofort im Kurs. Der Gewinn der Händler macht satte 1,5 Milliarden Dollar. Brisant ist dabei die Tatsache, dass Peking nichts von diesen vermeintlichen Gesprächen wusste und bestritt Trumps Behauptung, ein Gespräch geführt zu haben.
 
Es geht nicht um einen Einzelfall, sondern um eine Serie von verdächtigen Börsen-Transaktionen. Es scheint, dass einige Händler eine Insider-Information darüber hatten, was der US-Präsident an folgenden Tagen vor Kameras sagen würde. Wenn diese Händler Zugang zu nicht öffentlichen, marktbewegenden Informationen hatten, hatten sie dadurch einen „unfairen“ Handelsvorteil, was illegal ist. Es wird aber schwer sein, die kriminelle Machenschaft beweisen zu können.  
 

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