Wirtschaft
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Energiewende bringt uns zurück in die DDR
12.08.2019

Wie nennt sich die Situation, wenn man für etwas zahlt, was man nicht bekommt. Abzocke wäre ein passendes Wort dafür. Genau das kann man den Betreibern von Windanlagen vorwerfen, denn sie kriegen Geld von den Kunden für Strom, der gar nicht geliefert wird. Und damit schafft die Energiewende den Anfang der sozialistischen Planungswirtschaft.

 

Der Welt zufolge wurden von Anfang des Jahres bis März rund 3,23 Milliarden Kilowattstunden Windstrom bewusst "abgeregelt". Das geschah vorwiegend aus technischen Gründen: Der produzierte Windstrom kann den Kunden nicht geliefert werden, weil es für den Abtransport schlicht und ergreifend keine Netze gibt. Die Abregelung war "die letzte zu wählende Maßnahme, um das Netz zu stabilisieren", sonst hätten die Leitungen viel mehr Ökostrom gar nicht verkraften können, erläuterte ein Vertreter des Energieverbands die Situation.

 

Die Erklärung mag auch plausibel klingen, das ändert aber an der Tatsache nichts, dass für 95 Prozent der entgangenen Einnahmen von Kunden finanziert wurden. Sollten die entgangenen Einnahmen ein Prozent aller jährlichen Einnahmen erreichen, werden sie zu 100 Prozent entschädigt und das wären satte 364 Millionen Euro. Warum erinnert die Situation aus ökonomischer Sicht an die sozialistische Planungswirtschaft? Weil egal, ob es zu viel oder zu wenig produziert wird, spielt in dem Fall keine Rolle - der Preis dient nicht dazu, um Angebot und Nachfrage zu regulieren. Also durch solche „Abregelungsmaßnahmen“ nähert sich die Energiewende mit großen Schritten der sozialistischen Planwirtschaft, denn es wird nichts produziert und trotzdem bezahlt.

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