Wirtschaft
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Energiewende: Selbst Uruguay schneidet besser als Deutschland ab
02.04.2019

In Sachen Energiewende hängt Deutschland den anderen Ländern hinterher. Die Experten des Weltwirtschaftsforums (WEF) bewerteten den Verlauf der weltweiten Energiewende und das kam dabei raus.
 
Es wurden 115 Länder nach Preisniveau, Nachhaltigkeit und Energiesicherheit bewertet. Im weltweiten Energiewende-Index rutschte die Bundesrepublik auf Platz 17. Sogar Singapur (Platz 13) und Uruguay (Platz 11) schnitten besser ab. An der Spitze liegen Schweden, die Schweiz, Norwegen, Finnland und Dänemark. „Die skandinavischen Länder haben mit ihrer starken Wasserkraft eine ganz andere Ausgangssituation bei der Energiewende als Deutschland. (…) Länder wie beispielsweise Norwegen sind daher viel weiter mit der Zielerreichung als Deutschland, das über eine lange Zeit stark auf Mineralöl, Erdgas und Kohle gesetzt hat“, kommentierte Wolfgang Irrek, Professor für Energiemanagement an der Hochschule Ruhr West in Bottrop.
 
Unter anderem kritisierten die Experten den hohen Kohle-Anteil am deutschen Energiemix. Verständlich, denn einerseits lässt das Wetter eine ausreichende Energieerzeugnis nicht zu und ein Ersatz für die Kernenergie wurde noch nicht gefunden, andererseits sind die Betriebskosten der Bergwerke sehr niedrig, was das Energieexport zum lukrativen Geschäft macht. Auch der Strompreis wird dadurch niedriger, aber nur für die energie-intensiven Unternehmen. Die breite Masse der Verbraucher profitiert davon gar nicht. Eine Situation, die beim Weltwirtschaftsforum auch kritisiert wurde.

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