Wirtschaft
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Erdrutschgefahr für Euro: Experten schlagen Alarm
19.02.2020

Die Wirtschaftslage in Deutschland sieht gerade nicht rosig aus. Auch das Coronavirus nimmt einen Einfluss darauf. Wie steht es mit der europäischen Währung in diesem Zusammenhang? Laut den Devisen-Experten der Commerzbank besteht eine „Erdrutschgefahr beim Euro“. Seit Mitte 2018 verlor der Euro gegenüber dem Dollar satte 13 Prozent an Wert. Momentan befindet sich die Währung sogar auf dem tiefsten Niveau seit 2017 und Finanzprofis sind ratlos:“Ich sehe momentan nichts, was dem Euro helfen könnte“, sagte Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann.

 

Eine Währungsschwäche kann für die Wirtschaft auch einen Vorteil bringen - die Waren werden dadurch in den Exportländern billiger. Allerdings steigen in der EU die Preise für die Importprodukte für die Verbraucher. Ein gutes Beispiel sind die Ölpreise, die gewöhnlich in Dollar gehandelt sind. Ein schwacher Euro bringt in diesem Fall die höheren Preise mit sich. Ein Grund zur Freude findet nur die EZB-Chefin Christine Lagarde daran. Was sind die Hintergründe für die Schwäche des Euro?

 

Vor allem beeinflusst das Coronavirus die Situation. Wegen der vielen geschlossenen Fabriken schwächelt Chinas Wirtschaft enorm. Das wiederum belastet auch die US-Wirtschaft schwer. Da die USA weniger in die Volksrepublik exportieren, zeigt auch die US-Wirtschaft deutliche Bremsspuren. Aber auch die Konjunkturdaten aus der Euro-Zone sehen alarmierend aus. Und das hat mit der Coronavirus-Pandemie nichts zu tun. Euro-Ländern wie Frankreich und Italien wiesen auch davor den Rückgang der Industrieproduktion auf. Anhaltend schwache Daten aus der Euro-Zone drücken daher auf den Euro verstärkt auf. All das lässt daraus schließen, dass die europäische Währung weiterhin aus der Talfahrt nicht rauskommen wird.

 

 

 

 

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