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Versteckte Risiken: Wir sitzen auf einem Berg heimlicher Schulden?
01.02.2018

Wie die „Welt“ unter Berufung auf die europäische Statistikbehörde Eurostat berichtet, haben 28 Mitgliedsstaaten der EU eine Gesamtschuldenlast von 12,5 Billionen Euro. Außerdem haben sie Garantien in Billionenhöhe abgegeben, und diese Zahlen tauchen in offiziellen Statistiken nicht auf. Auch Deutschland sei betroffen. Damit sitzen wir auf einem Berg von Staatsschulden. Wenn aber nur ein kleiner Teil dieser Bürgschaften fällig wird, könnte es problematisch werden und riesige Löcher in die Staatshaushalte reißen.
In der Eurostat-Statistik gibt es vier große Kategorien an heimlichen Schulden: darunter seien Garantien des Staates auf Verbindlichkeiten Dritter, Bürgschaften auf Bankeinlagen, öffentlich-private Partnerschaften, Verbindlichkeiten von Firmen, an denen der Staat eine Mehrheitsbeteiligung hält, die aber nicht als Staatskonzerne gelten. Dazu kommen Bürgschaften für notleidende Kredite.
„Unter gewissen Bedingungen können diese Eventualverbindlichkeiten tatsächliche Verbindlichkeiten werden. Ähnlich können notleidende Kredite einen Verlust für den Staat bedeuten, wenn diese Kredite nicht zurückgezahlt werden“, heißt es im Bericht der Statistiker. „Somit stellen diese Daten einen weiteren Schritt hin zu einer größeren Transparenz der öffentlichen Finanzen in der Europäischen Union dar, liefern sie doch ein umfassenderes Bild möglicher Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen der Mitgliedstaaten“, zitiert die „Welt“ aus dem Bericht.
 
Deutschland sei diesem Medienbericht zufolge bei den Bürgschaften auf dem dritten Platz und hat einen Anteil von 14 Prozent. 

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